Wir, das sind Kerstin Steiner, Susann Hoffmeister und ich, wurden mit unserer Ausstellung “KreuzFeuer” eingeladen, in Marburg in der Brüder-Grimm Stube das Jubiläum der Reformation mitzugestalten.

In unserer Ausstellung geht es ganz konkret um Luther und die Hexen.

Wir wollen, neben der allerorten im Reformationsjahr stattfindenden Würdigung der Leistungen des Reformators der christlichen Religion auch einen kritischen Blick auf das Wirken Martin Luthers werfen, speziell seine Haltung zur Hexenverfolgung.

Marburg ist eine pittoreske Universitätsstadt. Mitten drin befindet sich die “Brüder-Grimm-Stube”, ein sehr schöner Galerieraum, der sich direkt auf die Straße öffnet. Den ganzen Tag schlendern Touristen auf dem Weg zum Schloss vorbei. Herein spaziert in unsere Ausstellung!

Ich habe außer meiner Statue den Schriftzug “feuereifer” beigesteuert, der mitten im Raum hängt. Das ist eines der Worte, die Luther für die deutsche Sprache neu geschaffen hat und das wir heute immer noch verwenden. Ich finde es wunderbar, es bringt seine ganze Rage zum Ausdruck, mit der er gewirkt hat.

Leider unter anderem auch bei der Verfolgung der Hexen. Er hat in seiner Hexenpredigt dazu aufgerufen, sie zu verbrennen. Wie tragisch, so ein kritischer intelligenter Mensch.

Für mich dagegen war es eine fast meditative Arbeit, den Schriftzug zu erstellen. Wunderbar geeignet, um darüber über Luther und sein Wirken nachzudenken…

Am 31. Oktober findet die Finissage unserer Ausstellung statt.